CZA

„Connect-Probleme“. Deshalb erst heute wieder ein Eintrag.

Das CZA (Central Zionist Archives) hat mit einer Fuelle von Korrespondenzen von und an Ben gavriel aufzuwarten. Im Gegensatz zu den archives an der JNUL, die einer oldfashioned woman like me mehr entgegenkommen, funktionieren am CZA die Bestellungen nur online. Das allein waere nicht schlimm, aber fast alle Eintragungen und Auflistungen sind in Ivrit, auch fast alle Suchvorgaenge muessen in Ivrit ausgefuehrt werden. (Exkurs: Zuletzt war ich vor gut 30 Jahren dort. 90 % der Angestellten sprachen deutsch – vom Leiter bis zum Kopiermeister. Heute parlieren alle auf Englisch und Ivrit wird vorausgesetzt. Abgesehen von einem Grundschatz an Woertern und Saetzen habe ich mich bisher sprachlich noch nicht weiter „bewegt“. Sehr zu meinem Missvergnuegen fehlt mir die noetige Zeit dazu!) Nun habe ich wenigstens – mit Hilfe der Archivarin Rahel Rubinstein – die Hauptbestaende erschlossen und arbeite nun daran. Fuer weitere Recherchen versuche ich nun einen Kollegen zu begeistern. Ansonsten hakol beseder!

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Zurueck aus Tel Aviv

In den Aufzeichnungen von Ben gavriel finden sich Dutzende Erwaehnungen von Anschlaegen diverser juedischer Untergrundgruppen auf oeffentliche Eintrichtungen und gegen die englische Mandatsregierung. In Tel Aviv beherbergen das Haganah, das Etzel (= Jabotinsky) und Lechi (= Stern-Gruppe) Museum Dokumente dazu. Ihnen galt mein mehrtaegiger, sehr ergiebiger Aufenthalt in der Weissen Stadt, wie die Mittelmeermetropole aufgrund ihrer einzigartigen Architektur auch genannt wird. Den Shabbat verbrachte ich neulich in der Jerusalemer Altstadt, deren Atmosphaere mich jedesmal von Neuem einnimmt. Heute, Sonntag, wieder ein langer Archivtag hier an der JNUL. Bin morgen mit der Kollationierung der Tagebuecher (1033-1945) fertig und wende mich dann an jenen Teil der Korrespendenz aus den 30er und 40er Jahren , der hier gelagert ist. Der groesste Brocken liegt allerdings im CZA.

 

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Im Archiv

Heute gab es nur eine kleine Kaffeepause, denn die Oeffnungszeit von 9.oo bis 15.30 Uhr sollte einmal voll ausgenuetzt werden. Habe heute zahlreiche unleserliche Stellen entziffert, was eine besondere Freude bedeutet. Morgen geht es zur First Railway Station, der ersten Bahnstation von Jerusalem, nach vielen Jahren nunmehr renoviert und als Flanierzeile mit Geschaeften, Restaurants und Markt am Freitag sehr belebt. Dort ist Ben-gavriel im Jahre 1917 zu seinem Dienst im Ratisbonne als k.u.k. Soldat eingetroffen und hat erstmals seine spaetere Heimatstadt betreten. Ab Sonntag geht es nach Tel aviv, wo ich einige Museen (Palmach, Haganah etc.) und Bibliotheken aufsuchen werde. Verspreche mir davon wichtige Informationen fuer die Kommentierung der Kreigstagebuecher. Werde mich erst wieder am 28. Juli zu Wort melden.

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Gelobtes und Heiliges Land

Wieder in Jerusalem – seit 5 Tagen. Davon zwei Tage an der JNUL. Es gilt die Transkritpion der Tagebuecher anhand der Originale zu ueberpruefen. Die Kopien waren an manchen Stellen kaum leserlich. Die Tinten- und Bleistiftaufzeichnungen Ben-gavriels sind nunmehr gaenzlich zu entschluesseln! Werde fuer die Durchsicht der beiden Hefte, in denen die Ereignisse vom Jaenner 1933 bis Juni 1945 eingetragen sind, sicherlich einige Tage benoetigen. Im Gegensatz zum vorigen Jahr ist es diesmal in der Stadt der Staedte wieder angenehm windig, trotz hoher Temperaturen. Abends fast kuehl. Heute Abend beginnt Tiva be av, weshalb morgen die JNUL geschlossen bleibt. Dann wieder Mittwoch und Donnerstag von 9.oo bis 15.30 Uhr im Archiv der JNUL.

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Reise Sommer 2013

Bald ist es wieder so weit.

Am 11. Juli geht es wieder nach Jerusalem.

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Tagebuecher

Und in den letzten Tagen im Archiv: das Feinste, die Tagebuecher. In den beiden Heften sind zwischendurch mit Bueroklammern diverse Zettel angeheftet. Versuche gute Kopien anzufertigen. In einem eigenen Aktenumschlag findet sich ein 58 Seiten umfassendes Typoscript, welches Ben-gavriels Aufzeichnungen aus den Jahren 1943-45 als Soldat in der palaestinensisch-juedischen Kompanie in der Britischen Armee in Palaestina und Aegypten enthaelt. Urspruenglich duerfte er diese taeglichen Notizen auf Zetteln geschrieben und nach Kriegsende auf Schreibmaschine uebertragen haben. Im handgeschriebenen Tagebuch ist nur eine Kurzfassung davon enthalten. Dennoch ist dieses Typoskript als Teil/Ergaenzung des Tagebuchs zu werten und auch in meiner Transkription aufzunehmen. Bin bereits sehr abgekaempft, dennoch sind die folgenden Tage bis zur Heimreise am Donnerstag  arbeitsmaessig noch  eine Anstrengung wert.

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Marc Faktor

Heute habe ich mir Ben-gavriels autobiographischen Bericht ueber seine Zeit als k.u.k. Offizier in Jerusalem angesehen. Neben zwei A5-formatigen Heften gibt es auch zwei Typoskripte von diesem zweiteiligen Roman. „Marc Factor“, in dem seine Erlebnisse von seiner Stationierung im Ratisbonne (Jerusalem) verarbeitet sind,  hat er zwar 1960 beendet und niemals publziert, dennoch finden sich Erlebnisse daraus in einigen seiner Zeitungsberichte aus den 30er und 40er Jahren wieder. Auf  der letzte Seite habe ich auch eine Beschreibung seines Alter Ego gefunden, die sich als Kapitelueberschrift fuer eine biographische Skizze des Autors trefflich eignet: „… ein Jude aus Jerusalem, geboren zufaellig in Wien.“ Trotz seiner Assimilierung an die orientalische Welt, blieb er wohl Zeit seines Lebens ein k.u.k. Offizier, und selbstverstaendlich auch Gentelman. Nun bleibt mir nur mehr die Durchsicht seiner Korrespondenz aus den 30er und 40er Jahren. Wird wohl nicht zur Gaenze in diesem Sommer bearbeitet werden koennen. Es gibt eben noch viel zu tun – naechstes Jahr in Jerusalem! Shabat Shalom.

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